WetterKontor: Nachrichten rund ums Wetter

Wetter-Nachrichten von WetterKontor

08/22/2017 02:00 AM
Alpenhochwasser 2005
Im Bereich der Alpen führten heftige Regenfälle zwischen dem 20. und 23. August 2005 zu schwerem Hochwasser. Schuld war ein Tief über der Adria, das sehr feuchte Luft zu den Alpen strömen ließ, die dort abregnete. In den Bergregionen wurden durch Erdrutsche ganze Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten. In den Tälern traten Flüsse und Seen über ihre Ufer. Der Verkehr wurde in den betroffenen Gebieten zeitweise komplett lahmgelegt. Wasserversorgung, Kommunikations- und Stromleitungen wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Auch an der unteren Donau, dabei vor allem in Rumänien und Bulgarien kam es zu schweren Überschwemmungen. Insgesamt verloren 30 Menschen ihr Leben. Der Gesamtschaden wurde auf etwa 3,7 Milliarden Euro geschätzt.

08/21/2017 02:00 AM
Todestag Graf Rumford Benjamin Thompson
Am 21.8.1814 starb der Experimentalphysiker Graf Rumford Benjamin Thompson. Bei Versuchen zum Bohren von Kanonen stellte er fest, dass sich dabei Wärme entwickelte. Er schloss nach einigen weiteren Experimenten, dass die Wärme kein Stoff ist, sondern eine Art von Bewegung sein müsste. Damit schuf er die Grundlage der modernen Wärmetheorie und im Prinzip den Ersten Hauptsatz der Thermodynamik.

08/20/2017 02:00 AM
Projekt Stormfury
Projekt Stormfury des amerikanischen Wetterdienstes: Am 20. August 1969 wurde mit dem Hurrikan "Debbie" der vorletzte Hurrikan einer langen Versuchsreihe massiv mit Silberjodid geimpft. Im ersten Moment sah es aus, als würde er an Gewalt verlieren. Die Impfungen früherer Hurrikane hatte nur geringe Wirkungen erzeugt. Im Jahre 1971 folgte noch ein letzter Impfversuch mit Hurrikan "Ginger" ohne messbares Ergebnis. Spätere Analysen von "Debbie" ergaben, dass der Sturm sich vermutlich auch ohne Impfung abgeschwächt hätte. Kürzungen des Budgets führten zur Einstellung der bereits 1961 begonnenen Versuchsreihe. Schlussfolgerung war: Man muss erst die komplexen Prozesse in einem Hurrikan verstehen lernen, ehe man weitere Experimente durchführt.

08/19/2017 02:00 AM
Blitzeinschlag in den Eiffelturm am 19. August 1889
Pünktlich zur Weltausstellung in Paris konnte am 31. März 1889 der Eiffelturm eröffnet werden. Bis 1930 war der Eiffelturrm das höchste Gebäude der Welt. Auch für die Meteorologie war der Turm interessant, bot er doch die Möglichkeit, in verschiedenen Höhen meteorologische Daten zu gewinnen. Gleich im Eröffnungsjahr wurde daher in 300 Metern Höhe ein Thermograph aufgestellt. Am 19. August 1889 wurde der Turm während eines unerwartet herangezogenen Gewitters von einem Blitz getroffen. Glücklicherweise waren kurz zuvor Blitzableiter installiert worden, so dass die auf der Plattform anwesenden Personen kaum etwas merkten. Die Geräte auf dem Turm lieferten der Wissenschaft aber neue Erkenntnisse.

08/18/2017 02:00 AM
August bislang oft zu nass
In der ersten Augusthälfte war es im Süden und Osten etwas wärmer im Vergleich zum langjährigen Mittel. Sonst liegen die mittleren Temperaturen ungefähr im oder knapp unter dem Soll. Dabei kamen in den zu warmen Regionen auch die meisten Sonnenstunden zusammen. Die Sonnenscheindauer erreichte aber maximal ihr Soll. Im Westen ließ sich die Sonne bislang nicht so häufig blicken, so dass es dort vielerorts ein Defizit im Vergleich zum längjährigen Mittel der Jahre 1981 bis 2010 gibt. Der Niederschlag war aufgrund von lokalen Gewittern und Starkregenereignissen sehr unterschiedlich verteilt. Abgesehen von der Küstenregion und einzelnen Orten ist aber in vielen Regionen bereits mehr als die Hälfte der durchschnittlichen Niederschlagsmenge für den ganzen August gefallen, in der Mitte wurde das Klimamittel teilweise bereits überschritten.

08/17/2017 02:00 AM
Hurrikan Gert vor der Ostküste der USA
Über dem Atlantik hat sich mit Tropensturm Gert der zweite Hurrikan der atlantischen Hurrikansaison entwickelt. Mit Windgeschwindigkeiten um 160 km/h wird er der Kategorie 2 von 5 zugeordnet. Er zieht in nordöstlicher Richtung über das offene Meer und bedroht damit kein Festland. In den nächsten Tagen wird er sich voraussichtlich wieder abschwächen. Tropische Wirbelstürme entstehen übrigens über mindestens 26 Grad warmem Wasser, das die Energie für die gewaltigen Stürme liefert. Ab Windstärke 8 (etwa 62 km/h) spricht man von einem Tropensturm, ab Windstärke 12 (etwa 120 km/h) von einem tropischen Wirbelsturm. Auf dem Atlantik heißen die tropischen Wirbelstürme Hurrikan, über dem Pazifik Taifun und auf dem Indischen Ozean sowie in Australien Zyklon.

08/16/2017 02:00 AM
Schwere Überschwemmungen und Schlammlawinen in Sierra Leone
Kräftige Gewitter mit Starkregen haben rund um Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone für heftige Sturzfluten und Schlammlawinen gesorgt. Das Rote Kreuz geht mittlerweile von über 300 Toten aus, es könnten noch Hunderte dazu kommen. Damit ist es in der Geschichte von Sierra Leone das verheerendste Unglück. Die schweren Gewitter gingen in der Nacht von Sonntag auf Montag nieder, sodass viele Menschen im Schlaf oder am frühen Morgen von den Fluten überrascht wurden. Besonders betroffen war der Ort Regent am Fuße des Berges Mount Sugar Leaf. Dort rutschte ein aufgeweichter Hang ab und begrub Ortsteile unter sich.